Startup Rollen: Deine 3 Optionen

Du hast einen bitteren Vorgeschmack über das Startup-Leben erhalten und willst nun diese Herausforderung annehmen? Ausgezeichnet!

Startups durchlaufen verschiedene Entwicklungsstufen, entlang derer sie - sofern sie erfolgreich sind - extrem wachsen.

Es wird daher extrem viel von den Startup-Gründern und Startup-Teammitgliedern abverlangt, sodass es für dich kritisch zu verstehen ist, welche Rolle du zu welcher Phase einnehmen kannst und willst.

 

80/20 Fazit

Welche Rollen kannst du als Gründer oder frühes Teammitglied übernehmen?

Es lassen sich grob drei verschiedene Rollen in der frühen Phase eines Startups beschreiben, die dir Orientierung bieten und unbedingt in einem Tech-Startup besetzt sein müssen. Diese wurden von Steve Blank, Startup-Godfather, treffend zusammengefasst:

  • “Hustler/Business-Typ”: Jemand, der das Produkt verkauft, Partner gewinnt und Investoren überzeugt.

  • “Hacker/Coder/Ingenieur”: Jemand, der das Produkt baut.

  • “Designer”: Jemand, der das Produkt gestaltet - entsprechend der Kundenbedürfnisse und Problemlösung.

Du solltest dir nicht einfach eine dieser Rollen “aussuchen”, sondern dich selbst fragen: Kannst du ohne viel Anleitung in einem der drei Gebiete etwas beitragen? 

Wenn nicht, solltest du vielleicht in einer späteren Phase einsteigen.

 

Warum Startups klare Rollen und Verantwortlichkeiten brauchen?

“Rolle” mag in diesem Zusammenhang das falsche Wort sein. In einem in der frühen Phase eines Startups kann die Eigenverantwortlichkeit so weit gehen, dass du dir deine Aufgabenfelder selbst definieren musst.

Meiner Ansicht nach ist das schlecht. 

Als Startup-Gründer solltest du niemals deine Teammitglieder selbst wählen lassen, welche Rollen und Verantwortlichkeiten sie einnehmen. Stimme die Rollen mit Teammitgliedern ab, definiere sie klar anhand der Stärken und Interessen und stelle sicher, dass die Rollen umgesetzt werden.

Als Startup-Teammitglied strebe danach, eine gut definierte Rolle einzunehmen. Im Zweifel stimme diese mit den Startup-Gründern ab und weise sie auf Änderungen hin. Startups sind so schnelllebig, dass sich deine Rolle monatlich verändern kann. Sofern du pro-aktiv bist, kannst du somit deine Aufgaben und Verantwortlichkeiten nach und nach bestimmen, dass sie deinen Interessen und Talenten entsprechen. Habe so viel mehr Spaß bei deiner Arbeit und sei besser als andere.

Als Teammitglied erwarte zudem nicht, dass die Gründer viel Zeit haben, dir ständig Feedback zu geben! Charles Birnbaum (Bessemer Venture Partners) bemerkte, dass es eine endlose Flut an möglichen Aufgaben in Startups gibt. Jeder gibt Vollgas und ist in Aufgaben erledigen versunken. Helfe Gründern und anderen Teammitgliedern am ehesten, dass zu erkennen, indem du sie darauf hinweist, versuchst zu entlasten und Verbesserungen vorschlägst.

Als Startup-Gründer oder -Teammitglied wirst du zu einem gewissen Grade immer selbst herausfinden müssen, wie du das Startup vorwärts bringen kannst. Darin liegt deine Herausforderung und der Spaß - wenn es zu dir passt.

 

Wie du dich auf die 3 Rollen vorbereiten kannst

Weder ein guter Hacker/Entwickler, noch ein guter Hustler/Verkäufer fallen vom Himmel! 

Sicherlich kannst in einem Studium einiges lernen, aber es wird nicht reichen, um ein Startup wirklich voranbringen - insbesondere weil Universitäten nur in winzigem Umfang die Methoden lehren, die ein Startup braucht!

Vielleicht pfeifst du sogar auf (d)ein Studium und träumst von einem Quereinstieg? In der Startup-Welt ist so einiges möglich. 

—Mein Rat: Beschäftige dich mit einem Nebenprojekt, um deine wahren Stärken und Talente zu entdecken und erste unternehmerische Erfahrungen zu sammeln! 

Heute gibt es mehr Möglichkeiten als je zuvor. Das Internet ist eine große Spielwiese, auf der du unzählige Dinge ausprobieren und dabei sogar Geld verdienen kannst! 

Und es ist leichter als du denkst: Du brauchst keinerlei Webdesign-Kenntnisse mehr und auch nicht viel Geld, um etwas zu starten - anders als noch vor Jahren. Sei dir bewusst, dass die Möglichkeiten sich nicht nur auf Blogs und Webstores beschränken. Es gibt unheimlich viele Ideen, die sich für die unterschiedlichsten Interessen und Fähigkeiten eignen!

Hast du noch gar keine Vorstellung, was du machen könntest? Dann lass dich von meiner Liste an 25 Möglichkeiten für ein passives Einkommen im Internet inspirieren!

 

In welcher Phase willst du einsteigen?

Widme dich der Frage, indem du 3 weitere Fragen über die Phase eines Startups und einer möglichen Rollen beantwortest:

  1. Willst du Startup-Gründer sein?

  2. Willst du ein frühes Startup-Teammitglied sein?

  3. Willst du in einer späteren Phase eines Startups einsteigen?

Lass uns die Fragen einzeln durchgehen. 

 

(1) Willst du Startup-Gründer sein?

Ein Startup-Gründer zu sein, ist hart. Du bist die Person, die die Messlatte für das ganze Unternehmen setzt. Wenn du nicht unglaublich hart und sorgfältig arbeitest, dann wird es kein anderer im Team tun.

Als Startup-Gründer stehst du einem unglaublichen Ausmaß an Unsicherheit, Chaos und Ungewissheit gegenüber und musst trotzdem schnell handeln. Wenn andere für dich entscheiden, scheitert dein Startup schneller als jeder 100-Meter-Sprinter gegen Usain Bolt.

Du trägst eine enorme Verantwortung für dein ganzes Team und bist im schlimmsten Fall der Letzte, der das sinkende Schiff verlässt…

Ob es das Richtige für dich ist? 

Enorm schwer zu sagen, ob du dazu in der Lage bist oder nicht. Paul Graham sagt, dass -.

—Konklusion: Wenn du eine einfache Antwort auf die Frage willst, dann halte dich an Steve Blanks Worte:

“Startup-Gründer wissen, dass sie etwas starten wollen. Wenn du dir unsicher bist, hast du dich soeben entschieden.”

 

(2) Willst du ein frühes Startup-Teammitglied sein? 

Als frühes Startup-Teammitglied (eine der ersten 25 Personen) wirst du einige Tage oder Monate nach Start des Startup zum Team stoßen und nicht die enorme Verantwortung eines Gründers tragen (müssen).

Trotzdem wirst du fehl am Platz sein, wenn du nicht selbstbestimmt arbeiten kannst! Die Gründer(innen) selbst werden viel zu beschäftigt sein, um dir exakte Anweisungen zu geben, deshalb wirst du viele Aspekte deiner Arbeit selbst gestalten müssen. 

Kannst und willst du das wirklich?

Außerdem wirst auch du mit viel Unsicherheit und Chaos konfrontiert sein. Du weißt einfach nicht, ob die neue Marketingmarketing oder sich das neue Feature als die Wachstumsbeschleuniger herausstellen.

In Sachen Arbeitszeiten wirst du das Schicksal der Gründer teilen: 24/7. Natürlich ist das eine stilistische Übertreibung, aber es fühlt sich annähernd so an. Sei dir bewusst, dass die Gründer wirklich 24/7 über ihr Startup ‘nachdenken’ und versuchen herauszufinden, was der nächste erfolgversprechende Schritt ist.

—Konklusion: Du solltest nur in der frühen Phase eines Startups einsteigen, wenn du eine extreme Verpflichtung gegenüber der Vision, der Kultur, Vision und Menschen, sowie deiner eigentlichen Aufgabe verspürst.

 

(3) Willst du in einer späteren Phase eines Startups einsteigen?

Nach Steves Ansicht zählst du zu den Teammitgliedern der späten-Phase eines Startups, wenn du einer der ersten 25 bis 125 Personen im Startup bist.

Er geht davon aus, dass ein Startup mit noch mehr Angestellten kein wirkliches Startup mehr ist. 

In vielen globalen Startup-Hubs, so auch in Berlin, gibt es jedoch nicht viele Startups, die diese Größe erreichen. In Berlin haben wir beispielsweise nicht mehr als 50 (geschätzte Zahl).

Auch wenn’s nicht meine Stärke ist, lass uns den Gedanken mit Zahlen weiter ausbauen. Das Mittel von 25 bis 125 ist 75. Es gibt also 3.750 Startup-Jobs in Berlin (75 *50, geschätzte Zahl an spät-phasigen Startups).

3.750! Wirklich?

Auch wenn erfolgreiche Startup stark wachsen, konkurrierst du mit vielen Bewerbern um einen Job - und die meisten sind bereits besetzt.

Wie kannst du dich durchsetzen?

Um einen Job zu bekommen, solltest du daher ein Experte auf einem bestimmten Gebiet sein und in Projekten erfolgreich diese Expertise aufgezeigt und angewendet haben.

Beispiele für nachgewiesenes Expertenwissen sind: 

  • SEO-Marketing

  • Social Media

  • Growth Hacking

  • Community Building

  • Sales & Bizdev

  • iOS or Android Entwicklung

  • Softwarearchitektur

  • etc.

Falls sich das nicht nach spannenden Tätigkeiten anhört, lass es einfach! 

Du solltest nicht einfach des Gründens wegen ein Startup starten oder des Sexyness-Faktors wegen einem Startup beitreten.

—Konklusion: Wenn es nicht zu dir und deinen Zielen im Leben passt, wirst du nicht glücklich dabei. Es ist ok, kein Startup zu starten oder keinem beizutreten. Nutze deine Zeit besser und widme dich deinen Herzensangelegenheiten. Das ist viel besser, als in einem Startup zu versauern.

 

—Über den Autor: Danny möchte Studenten & Absolventen durch Startup Geist helfen, ihre unternehmerischen Träume zu entdecken und diese fokussiert, produktiv und achtsam zu realisieren. Entdecke auch du deinen StartupGeist und hole dir eines von Danny's 5 eBooks.

 

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